Hinterlüftete Fassade in Zürich
Wir bauen zweischalige Fassaden mit Luftschicht: Unterkonstruktion, Dämmebene und Bekleidung aus Faserzement, Holz oder Keramik. Zürich ist dicht gebaut: Blockrandbebauung, Genossenschaftssiedlungen und Hofstrukturen prägen ganze Quartiere.

Was in Zürich typisch ist
Wir arbeiten hier regelmässig an Mehrfamilienhäusern mit engen Innenhöfen, an Genossenschaftsbauten mit vielen gleichen Fassadenachsen und an Aufstockungen, bei denen die neue Hülle mit dem Bestand zusammenpassen muss.
In den Kernzonen und bei Objekten im Inventar der schutzwürdigen Bauten sind Farbe, Material und Fassadengliederung bewilligungspflichtig. Wir klären das vor der Ausführung mit dem Amt für Städtebau ab.
In Wiedikon und Aussersihl prägen Blockrandbauten mit strassenseitigen Putzfassaden das Bild, in Oerlikon und Schwamendingen stehen grosse Siedlungen der Nachkriegszeit, in Altstetten und Höngg Mischungen aus beidem.
So gehen wir vor
Wo Schlagregen und lange Feuchteperioden die Fassade belasten, spielt die belüftete Konstruktion ihren Vorteil aus – sie trocknet ab, statt Wasser einzuschliessen.
Wir legen Achsabstände nach Windlast und Verankerungsgrund fest, setzen die Konsolen thermisch getrennt und halten Zu- und Abluftöffnungen an Sockel und Traufe frei. Muster zeigen wir am Objekt, nicht im Prospekt.
Die häufigste Fehlerquelle sind zugestellte Lüftungsöffnungen nach einem späteren Umbau. Wir dokumentieren, wo sie liegen und warum sie offen bleiben müssen.
Warum die Luftschicht den Unterschied macht
Regen, der an die Bekleidung schlägt, erreicht die Dämmung nicht; Feuchtigkeit aus dem Bauteil wird über die Hinterlüftung nach oben abgeführt. Deshalb hält eine korrekt ausgeführte hinterlüftete Fassade deutlich länger als jede geschlossene Konstruktion – vorausgesetzt, Zu- und Abluftöffnungen an Sockel und Traufe sind wirklich offen und nicht bei einem späteren Umbau zugespachtelt worden.
Bewilligung und Förderung im Kanton Zürich
Im Kanton Zürich läuft die Förderung energetischer Sanierungen über das Gebäudeprogramm; das Gesuch muss vor Baubeginn eingereicht sein und wird von der kantonalen Energiefachstelle behandelt.
Wo sie sich besonders lohnt
Bei stark bewitterten Fassaden, hohen Gebäuden, Sichtbetonbauten mit Schäden und überall dort, wo eine spätere Änderung möglich bleiben soll. Auch bei Objekten mit anspruchsvollem Brandschutz ist die hinterlüftete Konstruktion mit nicht brennbarer Dämmung oft der klarere Weg.
Häufige Fragen aus Zürich
Rund 15 Minuten vom Werkhof in Dietikon. Für die Zustandsaufnahme genügt meist ein Termin; bei grösseren Objekten in Stadt Zürich nehmen wir uns einen halben Tag und dokumentieren die Fassade seitenweise mit Fotos.
Ja, das ist der Normalfall. Wir stimmen Gerüstaufbau, Zugänge und Lärmzeiten vorher mit den Bewohnern ab und halten Hauseingänge und Fluchtwege während der ganzen Bauzeit nutzbar.
Die häufigste Fehlerquelle sind zugestellte Lüftungsöffnungen nach einem späteren Umbau. Wir dokumentieren, wo sie liegen und warum sie offen bleiben müssen. Dazu kommt die örtliche Bausubstanz: Ein grosser Teil des Wohnbestands stammt aus der Zeit zwischen 1900 und 1970 – Backstein und Verputz auf Massivmauerwerk, oft mit engen Grenzabständen. Genau dort entscheidet die Dämmstärke nicht die Physik allein, sondern auch der Abstand zum Nachbargebäude.
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