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Fassadenarten

Metallfassaden und ihre Bauarten

Welche Fassadenart zu einem Gebäude passt, entscheidet sich an Tragwerk, Nutzung, Brandschutz und Budget – nicht am Katalog. Diese Übersicht zeigt die Systeme, die wir planen, liefern und montieren, und was bei jedem davon über das Ergebnis entscheidet.

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Aluminiumfassaden

Leicht, korrosionsfest, in jedem RAL-Ton beschichtbar – der Standard für grosse Flächen.

Aluminium ist der meistverbaute Werkstoff an der modernen Metallfassade. Das Material wiegt rund ein Drittel von Stahl, belastet die Unterkonstruktion entsprechend weniger und rostet nicht. Die Oberfläche wird pulverbeschichtet oder eloxiert – damit ist praktisch jeder Farbton und jeder Glanzgrad möglich, von tiefmatt bis metallisch.

Verarbeitet wird Aluminium als Kassette, als Verbundplatte mit Kunststoffkern, als Trapez- oder Wellprofil und als Stehfalzbahn. Entscheidend ist nicht der Werkstoff allein, sondern die Fugenausbildung: Aluminium dehnt sich rund doppelt so stark wie Stahl. Fest- und Gleitpunkte müssen deshalb so gesetzt werden, dass sich die Elemente bewegen können, ohne dass die Fassade arbeitet oder Schrauben ausreissen.

Beschädigte Beschichtungen lassen sich am Bau nachbessern, tiefe Kratzer in eloxierten Oberflächen dagegen kaum. Wir schützen Sichtflächen deshalb bis zur Abnahme mit Folie und nehmen sie erst nach den letzten Arbeiten am Gerüst ab.

Metallfassaden im Detail

Worauf es ankommt

  • Pulverbeschichtet oder eloxiert, jeder RAL-Ton möglich
  • Geringes Eigengewicht – schlanke Unterkonstruktion
  • Höhere Wärmedehnung: Fugen und Gleitpunkte sind entscheidend
  • Als Kassette, Verbundplatte, Profil oder Stehfalz erhältlich
Typische Objekte

Gewerbe- und Industriebauten, Verwaltungsgebäude, Wohnbauten, Aufstockungen

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Metall- und Kassettenfassaden

Plan gekantete Einzelelemente mit definierter Schattenfuge – die präziseste Metallfassade.

Die Kassettenfassade besteht aus einzeln gekanteten Blechelementen, die in ein Trag- und Hakensystem eingehängt werden. Zwischen den Kassetten bleibt eine umlaufende Schattenfuge stehen. Sie ist kein Zufallsprodukt, sondern das Raster, nach dem die ganze Fassade aufgeteilt wird – vom Sockel über Fenster und Türen bis zur Attika.

Weil jede Kassette ein Einzelstück ist, entscheidet das Aufmass über das Ergebnis. Wir nehmen die Rohbaumasse selbst auf, erstellen daraus die Blechliste und lassen erst dann fertigen. Elemente werden hinterlüftet montiert; Kondensat und eindringendes Wasser laufen im Hinterlüftungsraum kontrolliert nach unten ab.

Kassetten lassen sich einzeln demontieren. Wird ein Element beschädigt, muss nicht die Fläche geöffnet werden – ein Vorteil, der sich über die Lebensdauer eines Gebäudes deutlich auszahlt.

Montage von Kassettenfassaden

Worauf es ankommt

  • Einzelelemente, eingehängt statt durchgeschraubt
  • Umlaufende Schattenfuge als gestalterisches Raster
  • Aufmass am Rohbau bestimmt die Fertigung
  • Einzelne Kassetten sind austauschbar
Typische Objekte

Verwaltungs- und Geschäftsbauten, Schulen, Wohnüberbauungen, Industriebauten mit Anspruch

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Profilblechfassaden

Trapez-, Well- und Sinusprofile – die wirtschaftlichste Bekleidung für grosse Flächen.

Profilbleche sind die schnellste Art, eine grosse Fläche dicht und dauerhaft zu bekleiden. Trapezprofil, Wellprofil und Sinusprofil unterscheiden sich in Profilhöhe und Spannweite: je höher das Profil, desto grösser der zulässige Abstand der Unterkonstruktion und desto weniger Tragprofile werden gebraucht.

Die Profilrichtung ist eine Entscheidung mit Folgen. Horizontal verlegte Profile lassen ein Gebäude länger wirken und erlauben grössere Achsabstände der Vertikalprofile; vertikal verlegte Profile führen Wasser direkt ab und verschmutzen weniger. Bei sichtbar geschraubten Profilen bestimmt die Schraubenreihe das Bild – Reihen müssen fluchten, sonst sieht man jede Abweichung über die ganze Fassade.

An Anschlüssen entscheidet sich die Qualität: Sockel, Ecken, Fensterleibungen und Attika werden mit gekanteten Formteilen aus demselben Material und derselben Beschichtung ausgeführt, nicht mit Standardware in ähnlicher Farbe.

Systeme und Werkstoffe

Worauf es ankommt

  • Trapez, Welle oder Sinus – Profilhöhe bestimmt die Spannweite
  • Wirtschaftlich bei grossen, wenig gegliederten Flächen
  • Sichtbare Schraubbilder müssen fluchten
  • Formteile in Material und Farbton der Fläche
Typische Objekte

Industrie- und Gewerbehallen, Lager, Landwirtschaftsbauten, Werkhöfe

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Lamellenfassaden

Vorgesetzte Lamellen für Sonnenschutz, Sichtschutz und Durchlüftung offener Bauten.

Lamellen sitzen als eigene Ebene vor dem Gebäude. Je nach Blickwinkel wirkt die Fassade geschlossen oder durchlässig – bei senkrechter Betrachtung sieht man hindurch, schräg schliesst sich das Bild. Genutzt wird das für Sonnen- und Blendschutz, als Sichtschutz vor technischen Anlagen und überall dort, wo Luft durch die Fassade strömen muss.

Konstruktiv sind Lamellen anspruchsvoller als geschlossene Flächen: Sie stehen frei im Wind, hebeln über ihre Länge und übertragen die Kräfte punktuell in die Unterkonstruktion. Achsabstände, Befestigungspunkte und Ausdehnung müssen zusammenpassen; bei langen Lamellen kommen Stossausbildungen dazu, die Bewegung zulassen, ohne aufzufallen.

Aus der Distanz zählt vor allem eines: dass die Lamellen fluchten. Wir richten sie über Schnüre und Referenzachsen aus, nicht Element für Element.

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Worauf es ankommt

  • Optische Wirkung ändert sich mit dem Blickwinkel
  • Sonnen-, Sicht- und Blendschutz bei offener Bauweise
  • Windlasten wirken punktuell auf die Unterkonstruktion
  • Flucht und Achsabstand entscheiden über das Bild
Typische Objekte

Parkhäuser, Technikgebäude, Gewerbebauten, Erweiterungen und Aufstockungen

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Parkhausfassaden

Offene Bekleidung mit definiertem Öffnungsanteil – Durchlüftung und Absturzsicherung zugleich.

Parkhäuser haben eine Anforderung, die andere Bauten nicht kennen: Sie müssen natürlich durchlüftet bleiben. Der Öffnungsanteil der Fassade ist damit keine gestalterische Grösse, sondern eine Vorgabe aus der Lüftungs- und Brandschutzplanung. Lamellen, Streckmetall, Lochbleche und perforierte Kassetten erfüllen sie auf unterschiedliche Weise.

Dazu kommt die Absturzsicherung: Die Fassadenebene übernimmt sie in vielen Fällen mit und muss die entsprechenden Horizontallasten in die Unterkonstruktion und ins Tragwerk einleiten. Diese Punkte werden vor der Montage geklärt, nicht auf dem Gerüst.

Weil Parkhäuser meist als Sichtbeton-Tragwerk stehen, ist die Fassade das, was das Gebäude nach aussen ausmacht. Farbton, Lamellenteilung und Öffnungsgrad bestimmen die Wirkung – vom fast geschlossenen Kubus bis zur durchlässigen Hülle.

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Worauf es ankommt

  • Definierter Öffnungsanteil für die natürliche Lüftung
  • Absturzsicherung mit eingeplant und lastabtragend befestigt
  • Lamelle, Streckmetall, Lochblech oder perforierte Kassette
  • Montage am Betontragwerk mit ausgeglichener Toleranz
Typische Objekte

Parkhäuser, Parkdecks, Mobilitätsgebäude

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Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

Dämmung, Luftschicht und Bekleidung als getrennte Ebenen – das bauphysikalisch robusteste System.

Bei der VHF sind Dämmung und Wetterschutz konstruktiv getrennt. Zwischen Dämmung und Bekleidung liegt eine durchgehende Luftschicht, die unten Luft aufnimmt und oben abgibt. Feuchtigkeit, die von aussen eindringt oder von innen anfällt, wird abgeführt, statt in der Konstruktion zu bleiben.

Als Bekleidung kommen Metallkassetten, Faserzement-, HPL- und Keramikplatten oder Profile infrage. Die Unterkonstruktion – meist Aluminium, mit thermisch getrennten Konsolen – trägt die Last und gleicht die Toleranzen des Rohbaus aus. Diese Konsolen sind der Punkt, an dem eine VHF energetisch gewinnt oder verliert.

Die VHF verlangt mehr Planung als ein verputztes Dämmsystem, hält dafür deutlich länger und lässt sich in Teilen erneuern. Für Sanierungen ist sie oft die einzige Lösung, wenn eine bestehende Wand nicht diffusionsdicht eingepackt werden darf.

VHF im Detail

Worauf es ankommt

  • Getrennte Ebenen: Dämmung, Hinterlüftung, Bekleidung
  • Feuchte wird abgeführt statt eingeschlossen
  • Thermisch getrennte Konsolen vermeiden Wärmebrücken
  • Bekleidung in Teilen erneuerbar
Typische Objekte

Neubau und Sanierung, Wohn-, Gewerbe- und öffentliche Bauten

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Fassadenplatten und individuelle Metallbekleidungen

Grossformatige Platten und Sonderteile – für Flächen, die kein Katalogmass haben.

Nicht jede Fläche lässt sich mit Systemware bekleiden. Rücksprünge, schräge Anschlüsse, Vordächer, Stützenbekleidungen und Sichtblenden brauchen Teile, die es so nicht zu kaufen gibt. Sie werden nach Aufmass gekantet – aus demselben Material und in derselben Beschichtung wie die Fläche daneben.

Grossformatige Fassadenplatten aus Aluminium-Verbund, Faserzement, HPL oder Keramik decken die Flächen dazwischen. Verlegt werden sie sichtbar geschraubt, genietet oder verdeckt gehängt – die Entscheidung fällt vor der Bestellung, weil sie das Plattenraster und die Unterkonstruktion bestimmt.

Sonderteile sind der Teil der Fassade, an dem sich Ausführungsqualität zeigt. Sie sind selten viel Fläche, aber immer die Stelle, auf die der Blick fällt.

Systeme und Werkstoffe

Worauf es ankommt

  • Alu-Verbund, Faserzement, HPL oder Keramik
  • Sichtbar geschraubt, genietet oder verdeckt gehängt
  • Sonderteile nach Aufmass gekantet, nicht ab Lager
  • Material und Beschichtung durchgehend gleich
Typische Objekte

Geschäfts- und Verwaltungsbauten, Eingangsbereiche, Aufstockungen, Sanierungen

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Attika-, Fenster-, Leibungs- und Untersichtsverkleidungen

Die Anschlüsse, an denen eine Fassade dicht bleibt – oder undicht wird.

Attika, Fensterleibung, Sturz, Sohlbank, Vordach und Untersicht sind die Stellen, an denen eine Fassade endet und ein anderes Bauteil beginnt. Genau dort entstehen Bauschäden: Wasser läuft hinter die Bekleidung, Wind drückt Regen in offene Fugen, Anschlussbleche stehen ohne Gefälle.

Wir führen diese Anschlüsse mit gekanteten Blechen aus, mit Tropfkante, Gefälle und Überlappung in Fliessrichtung. Attikaabdeckungen erhalten Stösse, die Dehnung aufnehmen; Leibungen werden hinterlüftet angeschlossen, damit die Luftschicht der Fassade nicht abgeschnürt wird.

Auf Offerten stehen diese Positionen oft klein. Im Bauablauf sind sie der Grund, warum eine Fassade nach zehn Jahren noch dicht ist.

Fassadenrenovation

Worauf es ankommt

  • Tropfkante, Gefälle und Überlappung in Fliessrichtung
  • Dehnungsstösse an Attikaabdeckungen
  • Leibungen hinterlüftet angeschlossen
  • Material und Farbton passend zur Fläche
Typische Objekte

Alle Fassadenarten – im Neubau wie bei Renovationen

Noch offen, welches System passt?

Das ist der Normalfall – und der Grund, warum am Anfang die Beratung steht und nicht die Bestellung. Schicken Sie uns Pläne, Fotos oder das Leistungsverzeichnis; wir sagen Ihnen, welche Bauart an Ihrem Objekt funktioniert, wo die Kosten liegen und was sich bei der Unterkonstruktion entscheidet.

Kontakt

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Ob eigenes Bauprojekt oder Montageauftrag für Ihre Baustelle – Sie bekommen eine Einschätzung und einen Terminvorschlag, innerhalb eines Werktags.

Standort
Lerzenstrasse 8, 8953 Dietikon
Einsatzgebiet
Ganze Schweiz
E-Mail
info@fassadenbau24.ch