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Metallfassade reparieren: Dellen, Kratzer und der Tausch einzelner Elemente

Anfahrschaden, Hagel, Vandalismus: Eine Metallfassade lässt sich in den meisten Fällen punktuell reparieren. Wie gut das gelingt, entscheidet sich zum Teil schon beim Bau.

Die häufigsten Schäden

  • Anfahrschäden im Sockelbereich, an Zufahrten und Laderampen.
  • Hagel auf der Wetterseite, meist als Dellenfeld.
  • Kratzer und Graffiti in erreichbarer Höhe.
  • Lose Elemente nach Sturm, wenn Befestigungen nachgegeben haben.
  • Folgeschäden an Anschlüssen, etwa wenn ein Fenster ersetzt wurde und die Bleche nicht sauber wieder montiert sind.

Kratzer ausbessern

Oberflächliche Kratzer, die die Beschichtung nicht durchdringen, lassen sich polieren. Tiefere Kratzer bis aufs Metall werden mit Reparaturlack im Originalfarbton ausgebessert. Das schützt das Metall, bleibt aus der Nähe aber sichtbar – Reparaturlack erreicht nie ganz die Gleichmässigkeit einer Werksbeschichtung. An repräsentativen Flächen ist der Tausch des Elements deshalb oft die bessere Lösung.

Dellen beurteilen

Dellen lassen sich bei Fassadenblechen kaum zuverlässig ausbeulen; das Blech ist zu dünn und die Beschichtung reisst beim Zurückdrücken. Entscheidend ist, ob die Beschichtung am Rand der Delle intakt ist. Ist sie das, handelt es sich um einen optischen Schaden, den man belassen oder im Zuge anderer Arbeiten beheben kann. Ist sie gerissen, sollte das Element ersetzt werden. Mehr zur Hagelfestigkeit steht im Beitrag Hagelschutz bei Metallfassaden.

Einzelne Elemente ersetzen

Wie einfach ein Element getauscht werden kann, hängt vom System ab:

  • Eingehängte Kassetten: Das Element wird ausgehängt und ersetzt, die Nachbarn bleiben liegen. Der Idealfall.
  • Verdeckt befestigte Paneele mit Nut und Feder: Meist müssen die Nachbarelemente bis zum nächsten Rand mit geöffnet werden.
  • Sichtbar verschraubte Profilbleche: Schrauben lösen, Blech tauschen, neu verschrauben – überschaubar, sofern die Überlappungen zugänglich sind.
  • Genietete oder verklebte Systeme: Nieten müssen ausgebohrt, Klebungen getrennt werden. Aufwendiger, aber machbar.

Das Farbproblem

Das eigentliche Problem beim Elementtausch ist selten die Montage, sondern die Farbe. Ein Blech aus einer neuen Produktionscharge weicht oft leicht vom Original ab, und das Original ist über die Jahre im Sonnenlicht ebenfalls etwas verblasst. Das neue Element sticht dann aus der Fläche heraus.

Abhilfe gibt es auf zwei Wegen: Beim Bau Reserveelemente aus derselben Charge bestellen und trocken, dunkel und flach lagern – oder beim Tausch ein ganzes zusammenhängendes Feld bis zur nächsten Fuge oder Ecke ersetzen, damit der Übergang an einer natürlichen Kante liegt.

Dokumentation hilft

Wer bei der Abnahme die Produktbezeichnungen, Farbtöne, Chargennummern und Befestigungsarten dokumentiert bekommt, spart bei jeder späteren Reparatur Zeit. Mehr dazu im Beitrag zur Bauabnahme und zur Wartungsfreundlichkeit.

Reparatur anfragen

Auch einzelne Elemente tauschen wir – an Metallfassaden, die wir selbst montiert haben, und an Fassaden anderer Hersteller. Fotos des Schadens und, wenn vorhanden, die Produktangaben genügen für eine erste Einschätzung. Mehr zu unseren Leistungen bei bestehenden Fassaden unter Fassadenrenovation.

22. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

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