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Aufstockung mit Metallfassade: leichte Hülle auf bestehendem Bau

Aufstocken schafft Wohnraum ohne neues Bauland. Die Reserven im Bestand sind aber knapp – jedes Kilogramm auf dem Dach zählt. Hier spielt die Metallfassade ihre Stärken aus.

Verdichten nach oben

In vielen Schweizer Städten und Agglomerationen erlauben neue Zonenordnungen zusätzliche Geschosse. Die Aufstockung eines bestehenden Mehrfamilienhauses ist dann oft der einfachste Weg zu mehr Wohnfläche: kein Abbruch, keine neue Erschliessung, die Bewohnerschaft kann während der Bauzeit meist bleiben.

Der Engpass ist fast immer die Tragreserve des Bestands. Fundamente, Wände und Decken wurden für das bestehende Gebäude bemessen. Was obendrauf kommt, muss leicht sein – und da ist die Wahl der Fassade kein Detail.

Warum Metall bei der Aufstockung passt

  • Gewicht: Eine hinterlüftete Metallfassade wiegt nur einen Bruchteil einer gemauerten und verputzten Aussenwand. In Kombination mit einem Holz- oder Stahlleichtbau bleibt die Last gering.
  • Vorfertigung: Kassetten und Profile werden im Werk nach Aufmass gefertigt und auf der Baustelle nur noch montiert. Das verkürzt die Zeit, in der das Dach offen ist.
  • Trockenbauweise: Kein Putz, kein Mörtel, keine Trocknungszeiten. Wichtig, wenn darunter Menschen wohnen.
  • Gestaltung: Die Aufstockung darf sich vom Bestand absetzen. Eine Metallhülle macht das neue Geschoss als Ergänzung lesbar, statt den Altbau zu imitieren.

Der Anschluss an den Bestand

Der heikelste Punkt jeder Aufstockung ist die Fuge zwischen Alt und Neu. Hier treffen zwei Konstruktionen mit unterschiedlichem Verhalten aufeinander: Der Leichtbau oben bewegt sich anders als das Mauerwerk unten. Die Fassade muss diese Bewegung aufnehmen, ohne undicht zu werden.

In der Praxis wird der Übergang mit einem Abschlussblech oder einem Gesims ausgebildet, das die neue Fassade vor die bestehende führt, den Regen nach aussen ableitet und die Hinterlüftung der oberen Fassade sauber öffnet. Oft ist dies auch der Moment, die bestehende Fassade gleich mit zu erneuern – dann entsteht eine durchgehende Hülle mit einer gemeinsamen Unterkonstruktion.

Brandschutz ändert sich mit der Höhe

Ein zusätzliches Geschoss kann ein Gebäude in eine andere Kategorie heben – etwa vom Gebäude geringer Höhe zum mittelhohen Gebäude. Dann gelten für die ganze Aussenwand strengere Anforderungen an die Brennbarkeit und an Brandriegel in der Hinterlüftungsebene. Das betrifft unter Umständen auch die Fassade der bestehenden Geschosse. Diese Frage gehört an den Anfang der Planung, nicht an das Ende.

Bauen über bewohnten Wohnungen

Während der Montage ist das Dach geöffnet. Wetterschutz, Staubschutz und Lärmfenster müssen mit der Bewohnerschaft abgesprochen sein. Wie eine Sanierung im bewohnten Zustand organisiert wird, steht auf der Themenseite Metallfassade am Wohnhaus und im Beitrag zur Renovation im bewohnten Zustand.

Montage für Generalunternehmer

Aufstockungen werden häufig von Holzbauern oder Generalunternehmern geführt, die für die Metallhülle ein eingespieltes Team suchen. Genau dafür stellen wir Fassadenmonteure – mit eigener Bauleitung auf der Baustelle.

22. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

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